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Richtig lüften

Richtig lüften - Tipps und Empfehlungen


Das entscheidende Kriterium für das Wachstum von Schimmelpilzen ist Feuchtigkeit. Denn sie ist Grundvoraussetzung für die Sporenbildung und Sporenkeimung sowie das sogenannte Myzelwachstum. Um Schimmelprobleme zu vermeiden, muss man daher regelmäßig und richtig lüften. Denn bereits ein 3-Personenhaushat produziert etwa 6-8 Liter dampfförmiges Wasser pro Tag, welches wieder vollständig aus den Räumen abtransportiert werden muss.

 

Feuchtequellen in Innenräumen

Feuchtequellen sind in Innenräumen immer in ausreichender Zahl vorhanden sind, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:
 

 Feuchtigkeitsquelle

Menge in Gramm pro Stunde (g/h)

 Mensch leichte Aktivität bei 20°C

30-40

 Kochen

600-1500

 Baden

700

 Duschen

2600

 freie Wasserfläche (Aquarium etc. pro m³) 

40

 Wäschetrocknen (4,5-kg-Trommel), tropfnass

100-500

 Topfpflanzen (z.B. Farn)

7-15

 Geschirrspülen (pro Spülgang) 

200

Quelle: Hankammer, G.; Lorenz, W. (2005): Schimmelpilze und Bakterien in Gebäuden,1. korrigierter Nachdruck, Köln, 2005, Rudolf Müller (Hrsg.)

 

Richtig Lüften: Tipps und Empfehlungen

Das wirksamste Mittel, um Feuchtigkeit aus der Wohnung oder dem Haus abzuführen, stellt das Lüften dar. Folgende Faustregeln haben sich bei der Vorbeugung von Schimmelproblemen bewährt:

  • Regelmäßig stoßlüften:
    Wohnräume müssen je nach Nutzung 3 bis 5 Mal täglich für etwa 5 Minuten gelüftet werden (so genanntes Stoßlüften). Durch Stoßlüften kann die Raumluft ohne größere Wärmeverluste ausgetauscht werden.
  • Querlüften:
    Durch zeitgleiches (Stoß-)Lüften mehrerer Räume sorgen Sie für einen effektiven Luftwechsel in Ihrer Wohnung (Querlüftung).
  • Kipplüftung vermeiden:
    Das Lüften über Fenster in Kippstellung ist nicht nur ineffizient. Es führt im Winter auch zu unnötigen und zum Teil erheblichen Wärme- und Energieverlusten. Außerdem können Fensterlaibungen so stark auskühlen, dass sich Kondensat und in der Folge Schimmel bildet. Kipplüften sollte Sie daher insbesondere im Winter vermeiden.
  • Kein Dauerlüften:
    Dauerlüften, gerade in den Wintermonaten, kann zu einer erheblichen Abkühlung der Wandoberflächen und Kondensatbildung führen. Daher gilt: Kein Dauerlüften in den Wintermonaten.
  • Auch im Winter lüften:
    Eine weit verbreitete Annahme ist es, dass Lüften im Winter, also wenn es kalt und feucht ist, nichts bringe. Das ist falsch. Denn insbesondere im Winter enthält die Außenluft trotz hoher relativer Feuchte eine geringe absolute Feuchte. Daher wird bei der Lüftung im Winter die relative Luftfeuchtigkeit im Raum abgesenkt. Lüften im Winter ist daher absolut zu empfehlen und notwendig.
  • Kellerräume gesondert lüften:
    In Kellerräumen kann es im Gegensatz zu überirdischen Gebäudeteilen auch noch im Sommer zu Schimmelproblemen kommen. Insbesondere in Altbauten durch drückende Feuchtigkeit oder wenn sich warme und feuchte Außenluft auf kalten Wänden niederschlägt. Daher sollten Kellerräume speziell und situationsabhängig gellüftet werden.

 

Lüften mit Hilfe von Hygrometern - Vorsicht vor irreführenden Werten!

Bei Schimmelproblemen wird oft von Vermietern und Fachleuten der Einsatz von Raumluftfeuchtemessgeräten (sogenannte Hygrometer) empfohlen. Diese sind meist nicht sehr teurer, einfach zu bedienen und messen die relative Luftfeuchtigkeit im Raum. Die dabei ermittelten Werte sollen dem Bewohner anzeigen, ob es im Raum zu feucht ist und ob er lüften muss. Doch Vorsicht! Orientiert man sich bei der Steuerung des Raumklimas nur an der aktuellen Temperatur und Raumluftfeuchtigkeit, kann es sein, dass der Lüftungsvorgang beendet wird, bevor z.B. der Putz oder die Tapete überhaupt Feuchtigkeit abgeben konnten. Auch eine erhöhte Wandfeuchtigkeit (z.B. weil Abdichtungen im Außenbereich defekt sind oder Regenwasser vomn außen in die Fassade eindringt) wird mit der Raumluftfeuchtemessung nicht erfasst. So kann es im ungünstigen Fall auch dann zur Schimmelbildung kommen, wenn die empfohlenen Richtwerte für die Raumluftfeuchte vermeintlich eingehalten oder sogar unterschritten werden

Das Feuchtemessgerät SENSOPROTECT ist eine sehr einfach zu handhabende Lüftungshilfe sowie ein einzigartiges Frühwarnsystem zur Schimmelvermeidung. Denn mit dem SENSOPROTECT FEUCHTEMESSGERÄT messen Sie die Feuchtigkeit direkt dort, wo der Schimmel entsteht, ohne, dass Vorkenntnisse erforderlich sind. Das gängige "Lüften nach Gefühl", das vielfach auch zu hohen Energieverlusten in den Wintermonaten führt, entfällt.

 

Feuchtigkeit reduzieren, Schimmel vermeiden

Um Schimmelrisiken vorzubeugen, sollten hohe relative Luftfeuchtigkeiten vermieden werden. Denn bereits ab 70% relative Luftfeuchte wird Schimmelpilzwachstum begünstigt. Werte um 50-55% relative Luftfeuchtigkeit werden als ideal angesehen, eine Luftfeuchtigkeit von mehr als 60% ist auf Dauer zu hoch.

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Reduzierung der Raumluftfeuchtigkeit ist die Reduzierung der Feuchteproduktion. Bereits mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Feuchtigkeit in den Innenräumen positiv beeinflussen:

  • Vermeiden Sie das Trocken von Wäsche in der Wohnung.
  • Zimmerpflanzen sind schön, zu viele davon erhöhen jedoch das Schimmelrisiko.
  • Wischen sie anhaftendes Wasser an der Duschwand sofort nach dem Duschen mit einem Abzieher ab.
  • Lüften Sie sofort nach dem Duschen (Tür bei Duschen und Lüften geschlossen halten).
  • Nutzen Sie beim Kochen den Dunstabzug.
  • Größere und dichte Möbeltücke (z.B. Schränke) sollten insbesondere in Altbauten möglichst nicht an kalte Außenwände gestellt werden, da die Luftzirkulation unterbunden ist und so schnell Kondensat und Schimmel entstehen kann. Sollte es unumgänglich sein, rücken Sie die Möbel unbedingt einige Zentimeter von den Wänden ab.


Was tun, wenn richtig lüften nicht hilft

Wenn trotz richtigem Lüften und weiteren Maßnahmen zur Reduzierung der Feuchtigkeit Schimmel entsteht, kann dies ein Indiz für ein gravierenderes, bauliches bzw. bauphysikalisches Problem sein. In diesem Fall empfiehlt es sich, Experten zur Ursachenanalyse hinzuzuziehen (unser Partner: www.advisan.net). Mit dem SCHIMMELTEST MYKOFUND kann im Vorfeld der Begutachtung durch eine  Sachverständigen schnell und einfach festgestellt werden, welcher Schimmelpilz vorliegt und ob er potenziell  gesundheitsgefährdend ist, so dass man Sofortmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Sporen ergreifen (z.B. durch die Anwendung von FUNGISOLAN SCHIMMELENTFERNER).


Weitere interessante Informationen bei Schimmel in der Wohnung:

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